Feuerwehren der Region absolvieren Leistungsabzeichen
Remseck: Dreimal Gold, einmal Silber und elfmal Bronze erreichten Löschgruppen aus der Region bei der Abnahme des neuen Feuerwehr−Leistungsabzeichens Baden−Württemberg am Samstag in Remseck. Für 15 Feuerwehren gab es dafür von Kreisbrandmeister Arnd Marquardt die erhofften Auszeichnungen, zwei Teams müssen die Prüfung wegen einer Zeitüberschreitung in der kommenden Woche wiederholen.
Bei hochsommerlichen Bedingungen mussten die angetretenen Feuerwehrangehörigen eine vorgegebene Einsatzübung möglichst fehlerfrei und in einem bestimmten Zeitfenster bewältigen. Grundbaustein der Leistungsprüfung ist ein Löschangriff mit Personenrettung, beim silbernen Abzeichen muss die Gruppe in einer zweiten Übung technische Hilfe leisten. Eine zusätzliche schriftliche Prüfung verlangen die Richtlinien zum Erwerb des Leistungsabzeichens in Gold. Fünf ausgebildete Schiedsrichter achten auf die korrekte und rechtzeitige Ausübung der geforderten Aufgaben.
Nach Auffassung von Kreisbrandmeister Marquardt sollte das Leistungsabzeichen ein fester Bestandteil in der Ausbildung eines Freiwilligen Feuerwehrangehörigen sein. Er sieht im "Leistungsabzeichen in Bronze die Pflicht, in Silber die Kür und in der Prüfung zu Gold das i−Tüpfelchen" der Feuerwehrgrundausbildung. In den mehrwöchigen Vorbereitungsphasen üben die Feuerwehrangehörigen das Standardvorgehen im Einsatz "drillmäßig", sie erfahren dadurch eine ideale Vorbereitung auf ihre Aufgaben im Ernstfall.
Bei den Prüfungen am Samstag zeigte sich, dass nicht nur feuerwehrtechnisches Know−how, sondern auch körperliche Fitness im Einsatz von großer Bedeutung sind. Temperaturen weit über 30 Grad und das Tragen der bis zu 20 Kilogramm schweren Schutzausrüstung erforderten von den Feuerwehrmännern und −frauen zusätzliche Höchstleistungen(*). Schweißgebadet erfüllten dann 15 der 17 angetretenen Löschgruppen die vorgeschriebenen Aufgaben, neben der offiziellen Auszeichnung gab es für einige Gruppenführer ein unfreiwilliges Vollbad im Löschteich.
(*) Eine Studie der Universität Mannheim vor drei Jahren (STATT-Studie) zeigte, dass ein Feuerwehrangehöriger seinen Körper bereits bei einem 20minötigen Löscheinsatz einer Extrembelastung aussetzt und dabei bis zwei Liter Flüssigkeit verliert.
Bilder:
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| Betreuung des geretteten Unfallopfers |
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| "Florian Asperg zur Leistungsübung angetreten!" |
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| Vornahme des hydraulischen Rettungssatzes |
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| Anbringen spezieller Feuerwehrknoten, um Geräte hoch zu ziehen |
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| Ausleuchten der Einsatzstelle |
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| Einsatz des Rettungsspreizers |
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| Die "Gold"Gruppe" der Feuerwehr Leinfelden−Echterdingen |
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| Befreiung des Unfallopfers aus dem Fahrzeug |
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| Knoten und Stiche sind Teil der Prüfung |